Schnell noch Last Minute buchen

Um sagenhafte 50% ist das Volumen der Last Minute Buchungen im Internet gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Das liegt sicher nicht nur am Wetter, das ja im Sommer bekanntermassen wenig bezaubernd war, sondern sicherlich am allgemeinen, knappen Urlaubsbudget. Bis zum letzten Tag wird abgewogen, ob eine Reise überhaupt leistbar ist.
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Viele, interessanterweise vor allem Schweizer, haben da die sommerliche Fussball WM als gute Gelegenheit genutzt, um die Kosten für eine Reise zu sparen, und fanden doch eine angenehme Ablenkung vom Alltag. Schlechtes Wetter insgesamt ist jedenfalls ein Grund, für die Konsumenten, Reisen zu kaufen. Da ist die Fluchtmöglichkeit, hinein in die Sonne, heraus aus dem tristen Anblick des kühlen Regens, wiederum ein grosser Ansporn für Entscheidungen, und vor allem schnelle last Minute Entscheidungen. Doch wie lange kann sich dieser Trend halten?

Das Reiseangebot

Betrachtet man die Gesamtsituation, wächst der Reisemarkt weiterhin, wenn auch gemächlich. Daher ist bei den Normalbuchungen kein Rückgang feststellbar, auch wenn das durchschnittliche Gesamtbudget, pro Reise, etwas zurückgeht. Jedoch die vergrösserte Nachfrage, nach Last Minute Angeboten in allen Preissegmenten, kann schnell zu einer Verteuerung dieser führen.
So scheint es sehr empfehlenswert zu sein, die bestehenden Angebote schnell noch richtig zu nützen, dem eigenen Vorteil zu liebe. Den der Trend wird dadurch klarerweise noch verstärkt. Wahrscheinlich wird der Name die Zeitknappheit, noch weiter, in den Vordergrund rücken. Heute schon buchen bei manchen Reisebüros erst in den letzten zwei Wochen, vor Beginn der Reise, die Hälfte ihrer Kunden. Das ist ja schon sehr knapp, wenn man die Organisation bedenkt, die schon viel früher dahinter aufgebaut werden muss.
So könnte es bald sein, dass wir Last Minute Angebote nur noch am Flughafen, mit, fix und fertig, gepackten Koffern und prompten Abflug, angeboten bekommen können. Das wird dann dem Namen jedenfalls voll und ganz gerecht.

Reisebüro- oder Onlinebuchungen

Interessanterweise scheinen die Menschen dem Onlinebusiness erst begrenzt wirklich zu vertrauen. Denn nicht nur die Anzahl der Buchungen liegt noch deutlich unter den persönlich verkauften, obwohl der Markt beständig wächst, sondern auch die durchschnittlichen Pauschalen sind deutlich geringer. Auf Internetseiten wie Last-Minute-Schweiz.ch werden kaum mehr als 1‘000 Fr. für eine Reise ausgegeben, während in den Reisebüros wie Kuoni oder Hotelplan die Beträge bei den Abschlüssen oft ein Vielfaches davon ausmachen. Die Preisunterschiede sind in den meisten Fällen sehr gering. Manchmal kommen bei hohem Aufwand Beratungspauschalen hinzu, jedoch die tatsächlichen Preise für die Last Minute Angebote sind etwa gleich.
Was tatsächlich gekauft wird, bringt auch grosse Unterschiede, in den Vorteilen. So kann die schnelle Buchung eines übrig gebliebenen Hotelzimmers alleine, bei selbsttätiger Anreise, oder der Restplatz im Flugzeug alleine, mit individueller Übernachtung, einer all inklusiv Pauschale, noch einiges an zusätzlicher Preisreduktion bringen. Es sei denn die Rechnung geht tatsächlich auf, und die lange Autofahrt, womöglich in der Hitze mit endlosen Stau, wird nicht durch zu viele Strafen und sonstige Unannehmlichkeiten begleitet, oder vor Ort ist eine ewig lange Suche nach, einer halbwegs akzeptablen, Unterkunft nötig.
Online oder offline, schnelle Entscheidungen und flexible Reiseziele liegen im Trend.

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