Monatsarchiv: September 2016

Armut in der Schweiz

Denkt man an die Schweiz, dann kommen den meisten Menschen Gedanken an wohlhabende und in guten Verhältnissen lebende Menschen, doch nur wenige wissen, dass fast eine Million Menschen in der Schweiz von der Armut betroffen sind. Statistiken nach ist fast jede fünfte, in der Schweiz lebende Person von Armut betroffen. Viele Menschen können es sich nicht vorstellen, wie es ist, wenn man am Existenzminimum lebt. Weder Arztrechnungen, Nahrungsmittel, Bücher, Kleidung, all das kann nicht mit dem Einkommen bestritten werden. Die Menschen sind dazu gezwungen auf lebensnotwendige Dinge zu verzichten.
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Eine besondere Gefährdung – wie wahrscheinlich in jedem anderen Land – stellen Familien in denen die finanziellen Mittel nur von einer Person getragen werden, oder Alleinerziehende. Besonders die letztere Gruppe liegt im Risikobereich. Denn da Alleinerziehende meistens keinen Vollzeitjob annehmen können, da nebenbei auch Kinder erzogen werden müssen, reicht das Geld zum Wohnen nicht aus. Kinder sind da in einer besonders prikären Lage.
Da kein Geld da ist, können diese nicht in den Kindergarten geschickt werden. Und wenn die Kinder den ganzen Tag lang zu Hause sind, dann können Alleinerziehende keiner Arbeit nachgehen – ein sich immer weiter verstärkender Teufelskreis. Ist kein Geld da, dann sinkt auch die Chance auf Bildung. Denn um eine gute Ausbildung in der Schweiz zu erhalten bedarf es eines hohen finanziellen Einkommens.